Nachhaltige Landwirtschaft und Solarenergie für Malawi

Nachhaltige Landwirtschaft und Solarenergie für Malawi

Etwa 17 Millionen Menschen leben in Malawi. Mit einem jährlichen pro Kopf Einkommen von 230 Euro gehört Malawi zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Die Lebenserwartung ist mit circa 54 Jahren (Männer) sehr niedrig. Eine Frau bringt in ihrem Leben durchschnittlich 6,3 Kinder zur Welt. Gemeinsam mit einer Partnerorganisation vor Ort möchten wir diese Lebensumstände verbessern und den Menschen neue Hoffnung schenken. Dies erreichen wir durch nachhaltige Landwirtschaft und Solarenergie.

Nachhaltige Landwirtschaft

Die Anbauflächen unserer Partnerorganisation in Malawi werden nach den Prinzipien von „Foundations for Farming“ (FFF – Grundlagen für die Landwirtschaft) bearbeitet. FFF ist eine Nichtregierungsorganisation, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Organisationen Kleinstbauern im südlichen Afrika unterstützt. Sie wollen die Kleinstbauern, die in sehr ärmlichen Verhältnissen leben, befähigen, ihren eigenen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Das geschieht durch Schulungen im Bereich Kompostierung, Fruchtfolge und einem verbesserten Bodenmanagement. (Es ist beispielsweise traditionell üblich, die Felder nach jeder Ernte abzubrennen.) Bei der Anwendung der FFF-Prinzipien reicht in der Regel eine Fläche von 40 x 20 Meter aus, um einer Familie mit sechs Personen das Überleben zu sichern – durch nachhaltige Landwirtschaft.

Auch die Verwandten der Schüler müssen einmal wöchentlich auf dem „Schulacker“ mitarbeiten. Dabei lernen sie über Kompostierung und verbesserte Anbaumethoden. Diese können sie dann auf ihren eigenen kleinen Äckern anwenden. Derzeit sind 670 Kleinstbauern an diesem Schulungsprogramm beteiligt. Chief Peston (ein lokaler Würdenträger, vergleichbar mit einem Bürgermeister) sagt: „Mit eurer Hilfe konnte ich an der FFF-Schulung teilnehmen. Ich wende die Prinzipien von FFF nicht nur selbst an, sondern habe bereits 200 andere Kleinstbauern in der Umgebung meines Dorfes angeleitet. Durch den Einsatz von Kompost und die Anwendung der FFF-Prinzipien konnte ich meine Erträge in drei Jahren verdoppeln!“ So ist das mittelfristige Ziel des Projekts „Foundations for Farming“, das sich 3000 Familien an diesem Programm beteiligen. So können sie nachhaltige Landwirtschaft lernen.

Solarenergie

Mitarbeiter beim installieren von Solarpanelen auf einem Dach, was auch das Projekt nachhaltige Landwirtschaft fördert.
Mitarbeiter beim installieren von Solarpanelen auf einem Dach.

„Energie ist ein Faden, der wirtschaftliches Wachstum, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit verbindet. Durch weit verbreiteten fehlenden Zugang zu Energie sitzen Milliarden von Menschen sprichwörtlich im Dunkeln. Daraus ergeben sich gesundheitliche Probleme mit verheerenden Folgen für die Gesundheit. Viele Menschen verpassen dadurch die Chance auf Bildung, Weiterentwicklung und Wohlstand.“ Ban Ki Moon, ehemaliger UN-Generalsekretär.

Wenn die Menschen auf dem Land Licht haben wollen, sind sie auf Kerosin, Kerzen und batteriebetriebene Lampen angewiesen. Die Abhängigkeit von Kerosin hat jedoch in ganz Afrika schwerwiegende Konsequenzen für die Gesundheit der Familien zur Folge. So gibt es durch Rauchvergiftungen in geschlossenen Räumen, besonders im südlichen Afrika, etwa 400 000 Todesfälle pro Jahr. Augenreizungen, Husten, Allergien sowie Brustschmerzen sind übliche Reaktionen auf Kerosinverwendung. Außerdem betragen die Kosten für Energie ungefähr 15 Prozent des Haushaltseinkommens.

Durch die Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Bosch Tiernahrung konnte im März 2016 eine Solarinitiative gestartet werden. Aufgrund dieser Unterstützung konnten in einer Partnerschule die Lehrerunterkünfte, die Schulhalle sowie alle Mitarbeiterbereiche mit LED-Lampen ausgestattet werden.

Beispiele:

Ein Photovoltaikmodul auf dem Dach eines Mitarbeiters sowie eine Ladebatterie zusammen mit Anschlüssen und Reglern ermöglichen die Nutzung von elektrischen Geräten im Büro und zu Schulungszwecken. Auch im Haus des Teamleiters wurde mit solarbetriebenen Lampen und Ladegeräten für Mobiltelefone ausgestattet, was die Arbeit vor Ort erleichtert und fördert.

Das Zusammenspiel verschiedener Projekte wie Nachhaltige Landwirtschaft und Solarenergie bringen so eine Verbesserung der Lebensumstände. Außerdem ergänzen und fördern sich die  verschiedenen Projekte. Somit setzten sie Synergien frei, die die Projekte einfacher und erfolgreicher machen.

Übersicht über alle Projekte

Menü schließen