Rollstühle für Zentralasien

Rollstühle für Zentralasien

Manchmal wünscht sich Rustam einen fliegenden Teppich wie aus 1001 Nacht. Dann könnte er endlich raus, Menschen besuchen und Veranstaltungen seiner Organisation planen. Leider gibt es fliegende Teppiche nur im Märchen und so sitzen in Zentralasien Tausende körperbehinderte Männer, Frauen und Kinder in ihren Wohnungen fest. Der Grund ist, dass Rollstühle und Gehhilfen in dieser Region fast genauso selten sind wie fliegende Teppiche.

Rustam wurde mit einer Körperbehinderung geboren und wuchs in einem sowjetischen Kinderheim auf. Mit 16 Jahren verließ er dieses Heim und brachte sich selbst Rechnen und Schreiben bei. Irgendwann gabelte er einen gebrauchten Rollstuhl auf. Der passte aber nicht richtig und ging auf den holprigen Straßen seines Landes ständig kaputt. Aber Rustam gab nicht auf! Er ist ein Netzwerker und heute der Direktor einer ländlichen Behindertenorganisation mit abertausend Mitgliedern. Vor einigen Wochen ging sein Rollstuhl wieder kaputt – bekommt er nun endlich einen neuen, funktionstüchtigen?

Rollstühle geben neue Hoffnung

Rustam ist aber nicht nur ein Mensch mit einer Behinderung, sondern auch ein Mann mit Hoffnung – Hoffnung, die er aus seinem Glauben an Jesus bekommt. Sein Umfeld ist muslimisch geprägt und viele Menschen mit Behinderung in seiner Region erleben, dass es im Islam keine Hoffnung gibt. Als Mensch mit Behinderung ist man von Gott verstoßen, bestraft und versucht. Schon die Jünger Jesus fragten in Johannes 9,2, wer gesündigt hat, da der Mann behindert (bzw. blind) geboren wurde. Auch Rustam hört diese Frage immer wieder.

Was Rustam und viele andere Menschen mit Behinderung entlang der Wüsten, Steppen und Bergdörfern Zentralasiens am meisten brauchen, sind „Rollstühle, die passen und nicht beim nächsten Schlagloch kaputtgehen.“ Rollstühle, konzipiert für ein Entwicklungsland.

Eine Partnerorganisation möchte diese Rollstühle anfertigen und dazu eine Werkstatt aufbauen. In dieser werden die Rollstühle maßgefertigt und vielleicht Menschen mit Behinderung sogar selbst arbeiten und anderen helfen können. Die Bausätze und der Fertigungsprozess der Rollstühle richten sich nach dem Standard der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese übernimmt auch die Trainingskosten für die neu auszubildenden Techniker dieses Projektes.

Ein solcher Rollstuhl öffnet Türen zur Schulbildung für Kinder mit Körperbehinderung, zur Gesellschaft, zu Arbeitsplätzen, Selbstbestimmung und zu einem Gott, der sagt, dass eine Behinderung keine Strafe von ihm ist. Helfen Sie mit?

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