Kenia – Ein Zuhause und gute Schulbildung für Kinder

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Ein Zuhause und Bildung für Kinder in Kenia

Es gibt in Kenia etwa 3,6 Millionen Kinder die Waisen oder verlassen sind (National Center for Biotechnology Information, NCBI).

Die meisten der 49,7 Millionen Kenianer leben auf dem Land, wo eine hohe Sterberate zu verzeichnen ist. Viele Menschen sterben an HIV/AIDS oder durch vermeidbare Krankheiten wie Malaria und Typhus. Die Arbeitslosigkeit beträgt 50 Prozent und das durchschnittliche Einkommen je Tag liegt bei 1 USD. Viele Kinder verlieren ihre Eltern aufgrund dieser Herausforderungen und werden so zu Waisenkindern.

Shangilia Children’s Home

Das Projekt begann im Jahr 2005, als zwei Brüder, Pastor Francis Ranogwa und Pastor Kafa Kadengo, mehr als ein Dutzend Waisenkinder bei sich beherbergten. Als sie bald darauf einen kleinen Bauernhof in der Nähe von Kisumu (West Kenia) und dem Victoria See erhielten, entstand die Vision, dieses Anwesen zu nutzen, um noch mehr Waisenkindern ein Zuhause und eine Zukunft zu ermöglichen.

Das Shangilia Children’s Home begann mit zwei kleinen Häusern, in denen die Kinder und die Betreuer *innen wohnten. Über die Jahre hinweg wuchs die Arbeit von Shangilia. Partner*innen und Spender*innen aus der ganzen Welt halfen Francis und Kefa, mehr Kindern ein Zuhause und eine Familie zu geben. Im Jahr 2013 stieg die SHKI in die Unterstützung für das Projekt mit ein.

Gruppe von Schulkindern
Lehrer mit Schulkind
Schulkinder in Kenia mit Fußbällen

Durch diese Unterstützung konnte das Shangilia Children’s Home weiter ausgebaut werden. So folgten eine Trinkwasserversorgung, die Einrichtung von Schlafräumen für die Kinder, der Bau von Badezimmern und Gästehäusern sowie die Einrichtung eines Abfallsystems. Auch eine Vor- und Grundschule für 4 bis 11 Jahre alte Mädchen und Jungen konnte beginnen. In den letzten Jahren wurde sogar eine medizinische Klinik eingerichtet, die medizinische Dienstleistungen mit Schwerpunkt Behandlung von Malaria anbietet.

Viele Kinder kommen mit nichts als der Kleidung, die sie tragen, im „Shangilia Children’s Home“ an. Dort finden sie ein Heim, wo sie Liebe und Fürsorge erfahren.

Die familiäre Atmosphäre im Waisenhaus ermöglicht den Mädchen und Jungen eine Beziehung zu Erwachsenen aufzubauen, die sie lieben und ihnen klare Strukturen und Sicherheit geben. Die Kinder erlangen dadurch Selbstsicherheit und ein besseres Selbstwertgefühl.

Durch das kleine kenianische Team vom „Shangilia Children‘s Home“ werden die Waisen mit Liebe, nahrhaften Mahlzeiten, Kleidung, Bildung, und medizinischer Betreuung versorgt. Heute bietet das Waisenhaus 67 Kindern, zwischen 0 und 18 Jahren, eine familiäre Atmosphäre. Die SHKI förderte den Kooperationspartner „Shangilia Children‘s Home“ im Jahre 2020 mit EUR 22.000.

Kings Highway School

Kings Highway School ist eine private Schule für Kinder, deren Eltern über ein geringes Einkommen verfügen. Unterrichtet werden Kinder im Vor- und Grundschulalter (4-11 Jahre). Unter dem Motto „Wissen ist der Schlüssel zu einem besseren Leben“ wird ein ganzheitlicher Qualitätsunterricht angeboten. Die Lehrer*innen und Mitarbeiter/innen der Schule haben es sich zum Ziel gemacht, das Leben der Schüler/innen zum Positiven zu verändern und ihnen durch eine gute Schulbildung Hoffnung zu geben.

Die Schule befindet sich in Eldoret (West Kenia) in einer Umgebung, wo die Mehrzahl der Menschen ihren Lebensunterhalt als Kleinbauern verdienen.

Vor 10 bis 15 Jahren war die lokale Landwirtschaft für die Bevölkerung noch ertragreich, aber der Klimawandel hat dies aufgrund langer Dürreperioden verändert. Durch ein geringeres Einkommen fällt es vielen Eltern schwer, die Schulgebühren für ihre Kinder zu bezahlen.

Das Ziel des Projektes ist es, dass Eltern mit sehr niedrigem Einkommen ihren Kindern eine gute Schulbildung ermöglichen können, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Im Vergleich zu anderen privaten Schulen sind die Gebühren an der Kings Highway School die niedrigsten in der Region.

Derzeit besuchen 80 Kinder die Kings Highway School. Vor dem Beginn der Covid-19 Pandemie haben noch 160 Schüler/innen am Unterricht teilgenommen. Nach langen Lockdowns öffnete die Schule wieder im Januar 2021. Viele Kinder kamen nicht mehr zur Schule zurück, da ihre Eltern in der Pandemie arbeitslos wurden bzw. in ihre ursprüngliche Heimat zurück sind.

Blick ins Klassenzimmer
Stolze Kinder mit ihren Eltern und einem Abschluss der Grundschule